Sanierung Wimbergschule

Die Grund- und Werkrealschule (GWRS) Wimberg ist ein wichtiger Pfeiler der “Grundausbildung” der Schulkinder auf der Schwarzwaldseite Calws, im Einzugsgebiet Wimberg/ Alzenberg/ Altburg/ Weltenschwann/ Sommenhardt/ Oberreichenbach/ Oberkollbach/ Würzbach/ Igelsloch/ Schmieh/ Zavelstein/ Bad Teinach/ Rötenbach.  

Ein förderndes, modernes Umfeld ist maßgeblich für einen zukunftsfähigen Schulstandort. Die Weiterentwicklung und Vergrößerung des Ortsteils Wimberg bedeutet außerdem kurz- bis mittelfristig einen zunehmenden Bedarf an Schulplätzen. Leider sind die einzelnen Gebäude in die Jahre gekommen und eine Sanierung deren längst überfällig, was sich sowohl in der Grundsubstanz, wie auch im Inventar zeigt.

Damit sich die Beteiligten ein besseres Bild von den Besonderheiten und dem Bedarf der Schule machen können, lud der Elternbeirat am Samstag, den 04.05.2019 zu einer  Ortsbegehung ein. Die Resonanz war erfreulich – jede Fraktion entsendete ein oder mehrere Vertreter. Auch die lokale Presse hat den Termin begleitet und darüber berichtet.

Die Vorsitzende des Elternbeirats, Anabel Hirsch, führte die Teilnehmer durch eine “Reise durch die Schulzeit”, beginnend am Ampelübergang auf dem Weg zum Unterricht, Grundschule bis hin zum Realschulabschluss, “fit und qualifiziert für den Berufsstart”.

Die intensiven Einblicke in den Schulalltag waren begleitet von konstruktiven Gesprächen und angeregten Diskussionen.

Da wir genau solche Anliegen unterstützen, war unser Verein Familienfreundliches Calw e.V., vertreten durch Teile des Vorstandes, an der Ortsbegehung auch dabei. Wir brachten uns im Vorfeld unterstützend ein und haben vor, dieses Thema positiv zu begleiten. Wie dies im Einzelnen aussieht, werden wir erst nach Bildung des neuen Gremiums herausfinden.

Unsere erste Aufgabe wird sein, die Schulsanierung auf die Tagesordnung des Gemeinderates zu bekommen.

Ein Kommentar zu „Sanierung Wimbergschule“

  1. Für die Macher*innen von Morgen!

    Die Zeiten in denen das „Vierer – Zeugnis“ (oder die Grundschulempfehlung?) eine objektive Leistungsübersicht gewährleistet hat, sind leider vorbei. Heute entscheiden die Eltern über die weitere Schullaufbahn ihrer Kinder – und sind wir mal ehrlich, das ist manchmal alles andere als objektiv. Natürlich wünschen wir alle unseren Kindern nur das Beste, aber haben wir das in unserer von Leistung getriebenen Gesellschaft überhaupt noch im Blick?

    Die Werkrealschule auf dem Wimberg muss schließen, weil sie zu wenig Schüler “Neuanmeldungen” hat. Nicht weil die Lehrqualität schlecht ist oder die Angebote außerhalb des Unterrichts nicht ausreichen, sondern schlicht weil die Mindestanmeldezahl von 16 Schüler*innen im zweiten Jahr in Folge nicht erreicht wurde.
    Ein geburtenschwacher Jahrgang, wie 2009/10 spielt hierbei keine Rolle.

    In welcher Welt ist so ein Bildungsgesetz sinnvoll?

    Die Werkrealschule geht von Klasse 5 bis Klasse 10 und bietet den Werkrealschulabschluss an, einen mittleren Schulabschluss. Dieser ist GLEICHWERTIG zum Realschulabschluss und bietet EXAKT die gleichen Möglichkeiten. Beispielsweise können Schüler*innen eine duale Ausbildung machen, in berufliche Bildungsgänge oder ein berufliches Gymnasium überwechseln.

    Viele schicken ihre Kinder trotzdem nicht auf eine Werkrealschule, weil der Ruf einer Realschule oder Gemeinschaftsschule besser ist. Schade, denn hier leiden lernschwache Kinder dann oft unter Stress, Versagensängsten und Überforderung. Das alles frustriert und demotiviert Kinder, Eltern und Lehrende.

    Und warum?

    Zum einen durch unser eigenes Verhalten. Wir setzen unsere Kinder schon in frühen Jahren einem ungeheuren Leistungsdruck aus. Ein Abschluss, den wir selbst noch gemacht haben, genügt uns heute nicht mehr, obwohl dieser einem dieselben Zukunftsaussichten bietet. Sogar oftmals in derselben Zeitspanne.

    Zum anderen trägt die unstete Bildungspolitik eine große Mitschuld an dieser Situation. Nach der Einführung der Gemeinschaftsschulen waren Werkreal- und Realschulen in der Krise. Nun stärkt man die Realschulen wieder in dem man jetzt auch an diesen Schulen den “Hauptschulabschluss” machen kann.

    Doch womit stärkt man die Werkrealschulen?

    Die Antwort ist: Gar nicht.

    4 Kinder für das neue Schuljahr 2020/2021 könnten die Schließung der Werkrealschule auf dem Wimberg verhindern! Es gäbe eine reine 5.Klasse und keine Jahrgangsübergreifende Klasse 5/6.

    Wir als Eltern können diese Situation ändern, in dem wir die Stärken unserer Kinder im praktischen und handwerklichen sehen und akzeptieren, denn wo steht geschrieben das man studieren muss, um erfolgreich zu sein? Schließlich brauchen wir die Macher*innen dieser Welt genauso sehr wie die Denker*innen.

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